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Aidabella von 19.04. bis 02.05.2015



Route: Palma de Mallorca, Malaga, Tanger, Cadiz, Lissabon, La Coruna, Honfleur, Dover, Hamburg

Als ich sie wieder sah nach 6 Jahren war sie noch immer strahlend schön.
Aidabella.
Ich bin wieder da, sagte ich ihr. Als ich sie das erste Mal sah habe ich meinen 75 Geburtstag auf ihr gefeiert. Ich war damals in tiefer Trauer und wollte nicht feiern. Meine Kinder aber machten mir die Freude und haben mich auf dieser wunderschönen Reise begleitet. So habe ich wieder den Sinn des Lebens zurück gefunden. Jetzt bin ich 81 Jahre alt geworden und erlebte mit dieser Reise meiner vierten Kreuzfahrt, das Wunder - die Freude am Leben.
Bin so dankbar meinem Schicksal für diese Möglichkeit es noch genießen zu dürfen.
So möchte ich meinen Fans, die ich durch meine Blogs bei ST gefunden habe auch diese Reise so schildern wie ich sie erlebte.
Leider kann ich nicht gut gehen, und es fällt mir schwer zu gestehen, dass ich die wunderschönen Ausflüge nicht mehr genießen konnte. Trotzdem ist jede Reise die man im Leben noch machen kann ein Erlebnis Ohne Gleichen.
Diese Route war auch sehr schön, aber durch den Grad der Schwierigkeiten bei den Ausflügen für ältere Senioren nicht geeignet. Trotzdem habe ich auch diese Fahrt auf meine Weise genossen.
Nach dieser Reise konnte ich nicht gleich meine Gedanken auf Papier bringen. Ich wurde leider sehr krank und bis heute sehr schwach. Aber ich weiß, dass es viele Menschen gibt die meine Blogs lesen werden.
Es ist doch eine wunderbare Art anderen älteren Menschen zu sagen, dass jeder Tag den man im Alter noch so schön erleben darf, ein Tag der Freude ist
In diesen 6 Jahren hat sich Aida einen Namen gemacht. Ihre Flotte vergrößert sich ständig und das neue Schiff Aidaprima wird einer der schönsten Erlebnisse der Schiffsfahrt werden.
Wie aus den Medien bekannt wurde hat Aida ihre ganze Flotte umweltfreundlich umgebaut und wurde auch im Jahre 2014 als das erste Schiff mit dem besten Unterhaltsprogramm ausgezeichnet. Das hat mich alles sehr gefreut, denn ich wurde in den Jahren ein großer Fan dieser Flotte
.Diesmal wurde es meine 4 Reise also 2-mal Aidabella und zweimal Aidasol. Drei Reisen waren ein großes Erlebnis und ich habe es in meinen Blogs mit großer Freude beschrieben
Eine Schiffsreise kann trotzdem immer noch schön bleiben würde das Programm so sein wie in diesen 3 Reisen vorher. Diesmal war es zu wenig und die Künstler leider nicht auf diesem Niveau wie auf der Aidasol. Auch in den 6 Tagen auf der ersten Fahrt mit der Aidabella war es ein Meisterstück der Akrobatik Kunst und der guten Sänger. Menschen die diese Programme vorbereiten sind sich bewusst ,wie viel Kraft es kostet gute Programme zu präsentieren. Das hat dazu beigetragen das Aida als Unternehmen so erfolgreich geworden ist.
Jedes gute Unternehmen ist das wert, was seine engagierten Mitarbeiter leisten.
13 Tage ,ein gutes Wetter, kein Regen Sonne, Meer Möwen. Das Singen der Wellen, und ein Schaukeln was wir auf den vorigen Reisen nicht erlebt haben. Es war also trotz des schlechten Programms eine Reise die man genießen konnte. Ich bewunderte vom Schiff aus die wunderbare Architektur von Lissabon, die lange Brücke. Auf meinen kleinen Ausflug den ich trotz Schmerzen noch geschafft habe ,genoss ich die kleinen Gassen mit den wunderbaren Blumen und der Mosaik der Straßen. Die kleine Kirche mit ihren Altären, die Menschen die freundlich grüßten. Das alles hinterlässt die Freude am Leben. Solange man noch im Leben was sehen kann, solange man noch spüren und fühlen kann, so ist doch jeder Tag ein wunderbarer Tag.
Es war wie immer das gute wunderbare Essen, das nichts an der Qualität der vorigen Jahre eingebüßt hat. Die Bedienung war wie immer so freundlich, dass man sich gut fühlte und der Gedanke, dass sie sich glücklich schätzen auf diesen Schiff arbeiten zu können und für ihren Familien Hilfe leisten, gab allen Gästen ein Gefühl der Zufriedenheit dazu beigetragen zu haben.

Ein Programm aber gab mir besonders viel Freude. Das war ein Abend wo die Crew die Matrosenlieder für uns gesungen haben. Es war eine wunderbare Atmosphäre und alle die am diesen Abend es erleben durften waren begeistert von diesen Erlebnis. Es war ein gelungener Abend den man nicht vergessen wird.
Nicht zu vergessen waren die Vorträge von Herrn Lektor Gerrit Aust- der uns mit seinem Wissen auf wunderbare Weise die Schönheiten der Architektur der Orte erklärte. So konnte ich auf diesem Wege alles erfahren und auf dem großen Bildschirm sehen, was ich persönlich nicht besuchen konnte. Es war ein Genuss diesen so begabten Lektor zu zuhören.
Es waren auch Menschen die sich rührend um ältere Passagiere gekümmert haben. Ich habe es selber erlebt, als man mir geholfen hat. Es waren so viele Menschen bei der Abfertigung dass wir ohne Hilfe der Menschen von Sicherheitsdienst unseren Zug nicht mehr bekommen hätten, dafür bedanke ich mich noch einmal herzlich.

Eins aber möchte ich noch der Direktion der Aida ans Herz legen, die Programme und Busse für ältere Menschen mit Behinderung so zu gestalten, dass diese Menschen ihren Urlaub wenn´s möglich ist ohne Schmerzen genießen könnten.
So wie immer ist mein Bericht kein originaler Reisebericht mit Beschreibung der Architektur, denn das können Fachleute viel besser. Ich schreibe von Empfindungen der Reisenden die Aida erleben, und auf diesem wunderbaren Schiff ihren Urlaub erlebten. Von den Menschen die mit großer Begeisterung ihren Beruf ausüben und so, den vielen Reisenden das Gefühl geben glücklich in dieser anderen Welt zu sein, auch wenn es bloß 13 Tage sind. Viele Menschen können sich solche Reisen nicht leisten und es wird lange gespart bis sie zu Stande kommt.
So werde ich immer ein Fan der Flotte Aida bleiben, wenn die Preise so bleiben, dass es sich auch weniger gut situierte Menschen leisten können.



Ottilie Krafczyk




Meine Stadt erwacht




Noch träumt die Großstadt vor sich hin 
ich wandre früh mit frohem Sinn 
der Regen ließ die Straßen waschen 
taufrisch sind Bäume, Häuser, Gassen 

Tief seufzt der Park, vorbei das Darben 
was Staub war glänzt in frischen Farben 
die Rosen tragen schwere Köpfchen 
an jeder Blüte tausend Tröpfchen 

Noch morgen-still die ems'ge Stadt 
die so viel helle Köpfe hat 
wirf ab die Nacht! Nun wache auf! 
Es gibt zu Tun, nun freu' dich drauf 

Gertraud Gross


Bild könnte enthalten: Himmel, im Freien und Natur

Elisabeth und Max




Ich war noch ganz klein, da schenkte mir meine Patentante ihre Puppe Elisabeth. Auf der Flucht 1920 war ihre alte Puppe verloren gegangen und so kaufte sie sich mit 18 Jahren diese Babypuppe, die bei ihr saß, bis ich 3 Jahre alt war. Da bekam ich sie zu Weihnachten und sie begleitete mich von da an  überall hin. Obwohl ich noch die Schildkrötpuppe Angeline meiner Mutter und Omas Baby Mäxchen – strohgefüllt -  bekam, war Elisabeth mir die liebste Begleitung, weil der Stoffkörper so schön weich war. Doch natürlich kam auch Mäxchen immer mit in den Puppenwagen, ich wollte ja eine gute Puppenmutter sein, währen die kleine Madame immer auf meinem Klappbett neben den Büchern, natürlich auf einem weichen Kissen saß. Sie wurde zwar auch in die Spiele mit einbezogen, aber sie war eben steif und nicht schmusig.
Mit 14 Jahren kam ich ins Internat. Wegen der Packerei nach Zettel vergaß ich meine Puppe einzupacken und vermisste sie fortan sehr. Hätte mich nicht gestört, wenn die Anderen mich deswegen veräppelt hätten. So nahm ich mir vor, sie unbedingt beim ersten Besuch zu Hause (Sommerferien) einzupacken.
Wie groß war mein Kummer, als ich dann sah, was zwischenzeitlich passiert war.
Meine Mutter hatte eiskalt alle meine Spielsachen, (mein Puppenhaus, vom Großvater geschreinert, Puppenwagen, die meisten Mädchenbücher, Puppenkleidung) an ein kleines Nachbarkind verschenkt. „Was willst du denn noch damit? Aus dem Alter bist du raus!“ Peng
Auf meinem Schrankbett saß nur noch die  Puppe Angeline.
Elisabeth war weg! Mäxchen war weg! Ich heulte wie ein kleines Kind, konnte auch nicht beim Nachbarn mir die Puppen oder wenigstens Elisabeth wieder holen, denn wir waren 4 Wochen vorherg umgezogen, ein anderes Bundesland, eine neue Umgebung....
Egal, was dann auch an Puppen mir begegnete, ich suchte immer meine Elisabeth, (Schildkröt - Baby Schlenkerle Blondköpfchen, 49 cm groß, wie ich heute weiß). Ich hatte für sie gestrickt, gehäkelt, genäht…alles weg.
Als ich meine Tochter bekam und sie die erste Puppe erhielt, fiel mir alles wieder ein. Sie bekam ein Schildkröt - Schlummerle, das ich auch noch habe.

Nun muss ich einen großen Zeitsprung machen, nämlich ins Internet zu Facebook. Wie das so geht, sucht man nach Spuren der Vergangenheit, wenn man im Krankenhaus oder zur Kur ist und viel Zeit hat. So traf ich auf Kindheitsfreunde und Nachbarskinder.
Ja, Ihr wisst schon, was jetzt kommt. Genau die kleine Christine von damals fand ich wieder. Sie hat nie geheiratet, lebt heute noch in dem Haus der Eltern, in das sie damals zogen.
Und natürlich hatte sie auf dem Dachboden, wohlverpackt, noch ihre Puppen und damit auch meine.
Sofort bot sie mir an, mir diese zu schicken, was ich total gerührt annahm.
Und dann saßen sie vor mir und die Kindheit holte mich ein. Zum Glück sind es dann nur die schönen Momente.
Sie hatten zwar neue Kleidung an, doch eine Mütze und ein Jäckchen aus meiner Strickstube sind noch dabei.
Elisabeth und Mäxchen sitzen nun immer in einem der Sessel meiner Tante, die diese von ihrer Mutter erbte und die ich an meine Kinder weiter gab.Einer steht noch bei mir.


Meiner jüngerer Enkel (10) war ganz angetan von der Geschichte, die er miterlebte und meinte: „Ich kann mir gut vorstellen, dass die Puppen später mal bei mir sitzen. Wenn ich eine Tochter bekomme, dann wird sie deine Elisabeth und Max lieben. Ich erzähle ihr dann alles, was Elisabeth und Max wohl schon erlebt haben.“


Dem neuen Jahr entgegen



Dem neuen Jahr entgegen
dem Alten ein Ade‘
Glück auf allen Wegen
wenn ich nach vorne seh‘

Was war das ist gewesen
was wird das komm herbei
was krankt ist nun genesen
der Kopf ist wieder frei

Mag alles näher kommen
und ist es schwere Last
auch das wird angenommen
nur neuen Mut gefaßt

Es ist ein frohes Schaffen
wenn Ziel und Wille klar
bei Seite mit dem Alten
das Last und Leiden war


Gertraud Gross



Ein Loblied dem Doktor




Wenn dich ein Wehwehchen zwickt
Und dich hier und da was drückt.
Ist der Doktor bald dein Ziel,
denn der Doktor der weiß viel.

Als erstes sagt er „ sag mal „A“,
alles was er dabei sah,
erklärt er dir dann ganz genau.
Du bist grad wie zuvor so schlau.

Er drückt und klopft von Kopf bis Zeh,
und fragt dich dann: “tut da was weh?“
Nach dem Klopfen und dem Drücken,
Sollst du dich gleich ganz tief bücken.

Wenn möglich bis zum großen Zeh.
Oh Schreck, du kommst nicht mehr in die Höh.
Von den Wirbeln, diese Scheiben
Wollen in der Stellung bleiben.

Der Doktor sagt „ ich muss jetzt spritzen.
Die Spritze muss ganz sicher sitzen.
Denn setzt er sie am falschen Ort,
fährst du von hier mit dem Rollstuhl fort.

Du brauchst nicht gehen, dich nicht mehr plagen,
du wirst vom Rollstuhl jetzt getragen.
Drum mach ich allen Leuten Mut;
Der Doktor ist doch für etwas gut.


Gerhard ... (Bruno aus dem ST)


Wenn der Winter des Lebens naht.


Immer wenn es Winter wird und die Luft ihre frostigen Arme über die Erde breitet, weilt der Mensch mit seinen Gedanken in der Winterzeit seines Lebens.
Die Natur geht schlafen und auch das Alter lässt seine Attribute walten. Besonders wenn man ein hohes Alter erreicht hat.
Man wird krank und schwach, der Körper verkündet, dass der Abschied naht. Auch wenn man nicht daran denken sollte, so sind die Gedanken da. Das ist die einzige Gerechtigkeit der Welt. Es ist immer ein Anfang und ein Ende.
Bei solchen Gedanken denkt man an das was im unserem Leben schön war. Kannst du von dir sagen, dass Alles gut war? nein das kann man nicht. Man kann bloß sagen ich wollte alles gut machen.
Ich bin zufrieden, ich war glücklich und kann jedem mit Ehre in die Augen schauen.
In solchen Minuten des Nachdenkens, kam die Erinnerung an Martha von der ich schon geschrieben habe. Sie lebte 94 Jahre und ihr Leben könnte als Material für ein ganzes Buch sein, nicht nur für eine kurze Erzählung.
Sie ist für mich ein besonderer Mensch und ich verdanke ihr, dass ich sagen kann wie glücklich ich doch in meinem Leben bin.
Vor kurzen sah ich im Fernsehen eine Reportage über das Leben im Altersheim. Ich war erschüttert, als ich sah, wie es in machen Altersheimen zugeht. Zu wenig Personal und die Menschen haben das Lächeln verloren. Ich empfinde jedes Altersheim als Wartesaal - aber auf was? Immer wieder sage ich mir „ nein ich will nicht dort mein Leben beenden“ ja aber meinen Kindern möchte ich auch nicht zur Last fallen, wenn eine Krankheit so schwer ist, das ich ein Pflegefall würde. Diese Gedanken am Anfang eines Neuen Jahres sind nicht schön, aber irgendwann muss man sich dieser Frage stellen.
Solange man kann, sollte man in seiner gewohnten Umgebung bleiben. Jeder Tag den man lebt kann schön sein. Worte von Martha kommen mir dann in Sinn „ Ich verdanke mein langes Leben meinen Töchtern, die mich pflegen“
Es ist nicht einfach einen sehr lieben Menschen Zuhause zu pflegen. Wie oft waren die Töchter überfordert. Aber sie haben alles mit Liebe für ihre Mutter getan.
Erst wenn man sich bewusst wird, was es heißt so eine Pflege Zuhause zu leisten kann man diese Arbeit in voller Masse beurteilen.
Seit ihrer Witwenzeit wohnte Martha bei ihrer jüngsten Tochter. So übernahm sie den größten Teil der Pflege. Ihre ältere Schwester kam jede Woche schon am Donnerstagnachmittag und blieb bei der Mutter bis Montag. So teilten sie sich in den letzten drei Jahren die Pflege. Es war nicht leicht für Tosca so nannte sie ihre jüngste Tochter, die ihre Arbeit im Jugendzentrum mit der Pflege zu koordinieren. Mit einem Lächeln begrüßte sie die Mutter jeden Morgen am ihren Bett. Die letzten Monate war Martha bettlägerig. Immer wenn Tosca überfordert war, dachte sie mit Liebe an die Zeit, als Mutter ihre Kinder betreute, sie in die Schule schickte und sich um den Haushalt gekümmert hat. Sie war immer berufstätig und mit ihrer Arbeit half sie ihren Söhnen die Ausbildung zu finanzieren. Sie beide studierten Architektur die sie erfolgreich beendeten. Heute sind beide berufstätig. So dachte sie immer, wenn ihr etwas zu schwer wurde. Der Mutter verdankte sie es, dass ihre Kinder ihren Weg gefunden haben. Sie selber dachte niemals an sich. Als sie ihren erlernten Beruf als Technikerin nicht mehr bekommen konnte, zögerte sie keine Minute und nahm jeden Job an, der sich ihr bot. So arbeitet sie bis jetzt als Haushelferin im diesen katholischen Jugendzentrum.
Alles wird wieder gut, sagte sie sich immer wieder. Als Martha mit 94 Jahren starb, war der Tod eine Erlösung für Martha.
Jetzt mit 60 Jahren könnte Tosca endlich für sich etwas tun. Sich einen schönen Urlaub gönnen mit allen Drum und Dran. Leider ist das Schicksal nicht so gnädig. Unverhofft erkrankt ihr Mann schwer. „By Pass OP u.a Beschwerden , 8 Monate lang“ Angst. Auch das vergeht. Ihr Mann muss umdenken nach seiner 60 % Behinderung, darf er nicht mehr seinen Beruf voll ausüben. Aber auch das wird gemeistert. Bloß nicht verzagen, sagt Tosca immer wieder. Doch dann ihre Krankheit. Der Körper, der durch die Zeit der Pflege strapaziert wurde verlor seine Kraft. Tage, Nächte der Angst, jetzt braucht sie Hilfe. Aber sie gibt nicht auf. Sie ist stark und wird noch 3 Jahre ihrer Arbeit nachgehen sagt sie.
Diese Haltung von Tosca hat mich beschämt, als ich an meine kleine Wehwehchen dachte. So soll man im Leben sein, sich nicht unterkriegen lassen. Alles annehmen und mit Würde tragen egal was kommt.
Also ich freue mich, dass ich lebe, dass ich noch denken und fühlen kann, dass ich jeden Tag genieße, egal ob es Regen oder Sonne gibt .Ich freue mich schon auf den Frühling und ich freue mich auf Urlaub mit meiner Familie den ich am 19.04.15 antreten möchte.
Das Leben ist schön.


Ottilie Krafczyk

Zeit und Unendlichkeit


Gertraud Groß


wo kein Anfang da kein Ende
keine Grenzen keine Wände
kein Beginn und auch kein Schluss
wie man so was denken muss

wie soll man das nur begreifen
das die Dinge in sich reifen
in sich wachsen und auch schwinden
sich in Andrem wiederfinden

sich so um und um formieren
und im neuen Stoff verlieren
sich zu Kräften aufgebaut
und zu Massen angestaut

um sich dann erneut zu lösen
und zu andren neuen Wesen
werden reifen und vergehn
so ist das nur zu verstehn

alles auch das denkend Leben
muss sich unentwegt neu weben
sich anpassen oder gehn
in Äonen leis verwehn

so seh ich die Ewigkeit
hat zu tun nichts mit der Zeit
die der Mensch sich hat ersonnen
und verbunden mit der Sonnen

dies ist nur um zu vermessen
und die Treffen nicht vergessen
das ist von der Ewigkeit
nicht ein Wimpernschlag der Zeit



Alten Wortes – neu gedenk *)



Was kümmert´s stolzen Baum im Wald,
 an dessen Stamm ein Würmlein krallt,
das mit seiner schleim´gen Kraft
bis zu ihm es hingeschafft.
Da hängt es nun mit seinem Gifte
und verpestet gute Lüfte.
Doch des Baumes reicher Wipfel
reicht schon an des Himmels Zipfel,
von dessen Blau der eitle Wurm
erhofft sich eignen Sieg im Sturm.

Da kommt der Förster, Stirn in Falten,
sieht des Schmarotzers Eigenwalten.
Er klaubt den Wurm so tief im Walde
und wirft ihn auf die Abfallhalde,
wo es stark stinkt zu Würmleins Grämen
und es ihm ziemt, sich arg zu schämen.
Dieweil des Baumes sanftem Rauschen
Faun und Flora glücklich lauschen.

So hält der Ursprung mancher Sage
sich selbst bis heut in unsre  Tage.
Die Wahrheit zeigt  sich fest vernetzt:
Der Baum spürt´s kaum, was an ihm wetzt.
Es hält sich Abdruck blinden  Fimmels
nie in der Nähe hellen Himmels.

So wird es bösen Würmern gehn:
Sie sind längst tot, doch Bäume wehn.
(Für F.v.B.
in Freundschaft)
#Tilly Boesche-Zacharow
*)Das geflügelte Wort, um das es geht:

Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich ein Borstenvieh dran wetzt!



Ein Teilchen Gestern





Dort wo der Wald mit grüner Zunge
am Gold des Weizenfeldes schleckt,
hab' ich in jenen fernen Jahren
ein Birkenrindenherz versteckt.

Da war ich jung noch und behende
und kein Gedanke kam mich an,
dass dies ein Frevel sei gewesen
und sich nicht ziemte für den Mann.

Ob es noch gibt den Baum mit Herze,
der so wie ich war jung und schlank?
Und ob am Weg ganz der der Nähe
zum Ruhen einlädt dort die Bank?

Gedanken kommen und vergehen.
Die Zeit enteilt, nimmt vieles mit.
In uns verbleibt ein Teil vom Gestern,
das nicht an dem Vergessen litt.

Otmar Müller




Sonntagsfreude


von Marianne Reepen 

Der Duft der kleinen Honigkerze,
geschützt durchs kleine Schirmchen,
aus festem, buntem Glas,
mit leuchtendwarmen Sommerfarben,
steigt wohlig mir ins Riechorgan.
Und endlich fing der Sommer an.

So manche schöne Augenweide,
ist heute meine stille Freude,
denn leuchtend grüßt die Orchidee,
die ich am Fenster grünen seh’-
im weißen Blütenkleide.

Ein weicher Wind berührt die Bäume.
Von ferne grüßt die Trauerweide.
Es ist die helle Sommerfreude,
die wieder mich umfängt,
und nichts mehr ist beengt.

Mein Blick schweift in die Ferne,
ins Träumeland der lieben Poesie.
Ich mein’- ich hört’ die Stille sprechen,
und möchte sie nicht unterbrechen,
denn sie tut der Seele gut.

Du Herze mein,
fass immer wieder neuen Mut,
denn alles, was mir tut so gut,
erleb’ es immer wieder-
möcht’ singen Dankeslieder.